Die Fastenzeit hat bummelkinders Papa und mich im Moment voll im Griff. Eigentlich war ich ja immer der Meinung mit zwei Schwangerschaften und zwei Stillzeiten habe ich doch nun wirklich erstmal genug gefastet. Aber, ich muss sagen, nach der Völlerei der Weihnachtszeit, der ich mich jedes Jahr genussvoll hingebe, und den etwa 73 Schokoladen-Kreppeln während der Faschingszeit und dem ein oder anderen Prosecco, tut so eine Fastenzeit doch mal ganz gut. bummelkinders Papa fastet als braver Katholik jedes Jahr, seitdem ich ihn kenne und ich habe im letzten Jahr zum ersten Mal mitgemacht. Das bedeutet, wir verzichten also zwischen Aschermittwoch und Ostern auf Fleisch (finde ich gar nicht schlimm), Alkohol (tut besonders am Wochenende schon etwas mehr weh) und Süßigkeiten (eine echte Herausforderung für mich). Die lieben kleinen bummelkinder sind davon natürlich ausgenommen und genießen weiter Fleischwurst und Kinderriegel. Allerdings müssen Sie am Wochenende bei unseren gekochten Mahlzeiten da mit durch. Das stellt mich manchmal doch vor etwas größere Herausforderungen, denn ich esse zwar leidenschaftlich gerne Pasta, möchte aber nicht immer nur die schnöde Tomatensoße dazu haben. Sobald sich nur ein offensichtliches Gemüsestück darin tümmelt, steht das große bummelkind  allerdings kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
Nun ja, darauf kann ich dann leider nicht immer Rücksicht nehmen und so greife ich in dieser Zeit sehr gerne zu meinen geliebten Deliciously Ella-Kochbüchern. Wer Ella nicht kennt, hier ein kurzes Update – Ella Woodward ist eine doch recht bekannte Foodbloggerin aus England, die inzwischen auch drei Kochbücher veröffentlicht hat. Aufgrund gesundheitlicher Probleme, ernährt sie sich vegan, gluten- und zuckerfrei. Und dementsprechend sind natürlich auch ihre Rezepte. Das mag auf den ersten Blick etwas befremdlich und einseitig klingen, ist aber, wenn man sich damit etwas näher beschäftigt, doch echt gut. Selbst bummelkinders Papa, der mich zu Anfang als Ökemuke-Tante bezeichnet hat und, der sehr große Angst davor hat, dass ich eines Tages Vegetarierin werden könnte, ist zwischenzeitlich Ellas Gerichten zugetan. Auch das kleine bummelkind mampft sie fröhlich in sich rein, am großen bummelkind arbeite ich noch.
Neben frischem Gemüse, basieren die meisten Rezepte auf Quinoa, Vollkornreis, Buchweizen, Süßkartoffeln, Nüssen und Avocados immer in Kombi mit anderen leckeren und gesunden Dingen. Meine Highlights sind beispielsweise bei Lust auf was Süßes die Rohkost-Brownies. Klingt seltsam, ist aber wirklich lecker. Ellas Süßkartoffelecken oder die perfekten Röstkartoffeln sind von unseren Grillabenden im Sommer auch nicht mehr wegzudenken. Genauso wenig wie der Salat mit Süßkartoffeln und Rucola oder die Mango-Avocado-Salsa. Aber auch die zahlreichen und wirklich einfachen Quinoa-Rezepte, die man mittags auch mal auf die Schnelle zaubern kann, sind wunderbar. Und alle lassen sich total gut kombinieren und wer gerne ein Stück Fleisch oder Fisch dazu essen möchte, kann dies ja auch tun. Genauso wie man bei dem ein oder anderen Rezept die Nussmilch durch normale Milchprodukte ersetzen kann.

Das schöne an den Büchern ist außerdem ihre Aufmachung. Ella berichtet über ihre Essgewohnheiten vor ihrer Ernährungsumstellung und berichtet viel über sich selbst. Außerdem erklärt sie vieles über die Zutaten und die Art der Zubereitung. Somit wird das Ganze wirklich auch zu einem schönen Lese-Erlebnis. Hinzuzufügen ist, dass man sich tatsächlich aber erstmal einen Grundstock an Zutaten zulegen muss, da doch einiges erstmal nicht so gängig in der Küche zu finden ist. Mittlerweile ist aber z.B. die dm mit ihrer eigenen Bio-Linie in dieser Hinsicht wirklich gut sortiert und insbesondere die Rezepte aus dem Buch “Ella für jeden Tag” sind schnell und unkompliziert gemacht. Also, probiert es aus! Ich bin überzeugt. 🙂

Da sind sie – die guten Stücke. Deliciously Ella!